Früherkennung und Diagnostik: Moderne Mammadiagnostik in Rostock
Die Mammadiagnostik umfasst moderne Verfahren wie Mammografie und Ultraschall zur Früherkennung und Abklärung von Brustveränderungen. Unsere hochauflösende Bildgebung ermöglicht eine sichere Diagnostik und gezielte Behandlungsempfehlungen.
Früherkennung und Diagnostik: Moderne Mammadiagnostik in Rostock
Die Mammadiagnostik umfasst moderne Verfahren wie Mammografie und Ultraschall zur Früherkennung und Abklärung von Brustveränderungen. Unsere hochauflösende Bildgebung ermöglicht eine sichere Diagnostik und gezielte Behandlungsempfehlungen.
Hinweis zur kurativen Mammografie
Die unter den nebenstehenden Reitern aufgeführten Informationen beziehen sich auf die sogenannte kurative Mammografie – also auf Untersuchungen, die nach einer medizinischen Indikationsstellung durchgeführt werden. Das bedeutet: Ihr behandelnder (Frauen-)Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin prüft die Notwendigkeit der Untersuchung und stellt Ihnen einen Überweisungsschein aus.
Bei der kurativen Mammografie handelt es sich um eine diagnostische Untersuchung, z. B. bei Beschwerden, auffälligem Tastbefund oder zur Abklärung von Veränderungen.
Für Informationen zum Mammografie-Screening-Programm – der Früherkennungsuntersuchung für beschwerdefreie Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren – folgen Sie bitte einem der folgenden Links:
(Kurative) Mammografie und Mammasonografie
Kurative Mammografie
Die (kurative) Mammografie wird zur Abklärung bei bestimmten Beschwerden oder klinischen Befunden eingesetzt. Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin hat Ihnen deshalb eine Überweisung zur Untersuchung ausgestellt.
Die Mammografie dient insbesondere bei folgenden Fragestellungen:
tastbare Knoten in der Brust
vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle
erhöhtes familiäres Risiko (z. B. Brustkrebserkrankungen in der Familie)
unklare Schmerzen in der Brust
Einziehungen der Haut oder Brustwarze
Entzündungen der Brust (außerhalb von Schwangerschaft/Stillzeit)
Nachsorge bei eigener Brustkrebserkrankung oder Krebsvorstufen
Therapiekontrolle bei bekannter Brustkrebserkrankung unter laufender Behandlung
Mammasonografie (Ultraschalluntersuchung der Brust)
Die Mammasonografie ist eine ergänzende oder alternative Untersuchungsmethode zur Mammografie, besonders bei bestimmten Gewebestrukturen oder Altersgruppen. Sie ist nicht invasiv, schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung.
Technik und Ablauf:
Einsatz eines hochfrequenten Linearschallkopfes (10–18 MHz)
Untersuchung erfolgt systematisch mit Hilfe eines Kontaktgels
Dauer: max. 15 Minuten
Ziel: Darstellung von zystischen (flüssigkeitsgefüllten) und soliden (gewebigen) Befunden sowie Architekturstörungen
Voraussetzungen für hohe diagnostische Qualität:
langjährige Erfahrung
moderne Ultraschallgeräte
ausreichende Untersuchungszeit
So können bereits Tumore ab wenigen Millimetern Größe sicher erkannt werden.
Wann wird die Mammasonografie durchgeführt?
bei unklaren Befunden in der Mammografie
bei unklaren Tastbefunden (zur Ergänzung der Mammografie)
bei sehr dichtem Brustdrüsengewebe
bei jungen Patientinnen unter 35 Jahren (primäre Methode)
zur Verlaufskontrolle (z. B. bei Fibroadenomen)
im Rahmen der Nachsorge nach Brustkrebs
bei Brustimplantaten
vor geplanten kosmetischen Brustoperationen
Hinweis:
Ein Nachweis kleinster Mikroverkalkungen – wie sie bei Frühformen von Brustkrebs (z. B. DCIS = Ductales Carcinoma in situ) auftreten – ist mit Ultraschall nicht möglich.
Daher ist die Mammografie weiterhin in regelmäßigen Abständen erforderlich.
Kosten und Abrechnung
In der Regel ist die Mammasonografie eine kassenärztliche Leistung.
In bestimmten Fällen (z. B. vor/nach kosmetischen Operationen oder auf Wunsch der Patientin) kann sie als Selbstzahlerleistung erbracht werden.
Unsere Praxis verfügt über die kassenärztliche Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung des Brustultraschalls bei Vorliegen einer ärztlichen Überweisung.
Zusatzaufnahmen bei unklaren Mammografie-Befunden
Bei verdächtigen oder unklaren Befunden in der Standardmammografie können ergänzende Zusatzaufnahmen erforderlich sein. Diese dienen der:
Vervollständigung der Diagnostik
überlagerungsfreien Darstellung
Verbesserung der Detailerkennbarkeit, insbesondere bei kleinen Herdbefunden
Spotaufnahme
Die Spotaufnahme ist eine gezielte Ausschnittsaufnahme eines bestimmten Brustbereichs. Dabei wird ein kleiner Bereich der Brust mithilfe eines speziellen, runden oder länglichen Kompressoriums unter etwas stärkerer Kompression dargestellt als bei der Standardaufnahme.
Ziel der Spotaufnahme:
Reduktion von Überlagerungen im Drüsengewebe
Schärfere Darstellung kleiner Herdbefunde
Genauere Beurteilbarkeit durch verbesserte Bildqualität
Zielaufnahmen
Zielaufnahmen ermöglichen die gezielte Darstellung bestimmter Brustareale, die in den Standardprojektionen nicht optimal abgebildet werden können.
Beispiele für Zielaufnahmen:
Cleopatra-Aufnahme: Abbildung der äußeren Brusthälfte
Cleavage-Aufnahme: Darstellung der inneren, brustbeinnahen Abschnitte beider Brüste (z. B. bei Tumoren im Brustansatzbereich)
Achselaufnahmen: zur Darstellung von Lymphknoten oder suspekten Veränderungen in der Achselhöhle
Hinweis:
Bei geplanten Gewebeentnahmen (Biopsien) unter mammografischer Steuerung ist oft eine seitliche Zusatzaufnahme ohne Röhrenkippung erforderlich, um die exakte Positionierung sicherzustellen.
Ablauf der Mammografie-Untersuchung
Die Mammografie-Aufnahmen werden von speziell ausgebildeten Medizinisch-Technologinnen für Radiologie (MTR) durchgeführt. Die Untersuchung erfolgt:
im Stehen
mit freiem Oberkörper
von jeder Brust werden zwei Standardaufnahmen angefertigt
Kompression der Brust
Zur besseren Bildqualität und Strahlendosis-Reduktion wird jede Brust zwischen zwei Plexiglasplatten positioniert und kurzzeitig komprimiert. Das kann etwas unangenehm sein, ist aber notwendig, um das Gewebe optimal darzustellen.
Unsere Röntgenassistentinnen arbeiten einfühlsam und routiniert, um die Untersuchung für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten.
Während der Aufnahme:
bitte stillhalten
Sie erhalten ein Atemkommando
Besonderheiten bei jungen Frauen
Bei speziellen Fragestellungen – insbesondere bei jüngeren Patientinnen – kann auch eine Einzelaufnahme pro Seite ausreichend sein. Dies entscheidet die behandelnde Radiologin oder der Radiologe individuell nach Indikation.
Auswertung und Folgeuntersuchungen
Im Anschluss an die Untersuchung:
findet ein persönliches Arztgespräch mit dem Radiologen / der Radiologin statt
Sie erhalten direkt eine erste mündliche Einschätzung
Gegebenenfalls werden weitere Aufnahmen oder ein Brustultraschall durchgeführt
Der schriftliche Befund wird Ihrem überweisenden Arzt (meist Gynäkologe/Gynäkologin) in wenigen Tagen übermittelt.
Weiterführende Untersuchungen bei auffälligen Befunden
Bei auffälligen oder unklaren Befunden können folgende weiterführende Verfahren notwendig sein:
Gewebeentnahmen (Biopsien):
– Stanzbiopsie
– Vakuumbiopsie (unter Ultraschall-, Röntgen- oder MRT-Kontrolle)Galaktografie: Darstellung der Milchgänge mit Kontrastmittel
Zystenpunktion: Entlastung oder diagnostische Punktion von Flüssigkeitsansammlungen
MRT der Brust
Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine MRT der Brust (Mamma-MRT) sinnvoll sein, z. B. zur weiteren Abklärung komplexer Befunde.
⚠️ Hinweis:
Die Brust-MRT ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen und muss vorab individuell genehmigt werden. Bitte klären Sie mit Ihrer Krankenkasse die Kostenübernahme und wenden Sie sich an eine radiologische Praxis mit entsprechender Ausstattung.
Terminvereinbarung und Zeitpunkt der Mammografie
Für die Mammografie sowie alle damit verbundenen weiterführenden Untersuchungen ist eine Terminvereinbarung erforderlich.
Da das Brustgewebe im Verlauf des weiblichen Menstruationszyklus Schwankungen in Dichte und Empfindlichkeit zeigt, empfehlen wir:
Die Untersuchung in der ersten Zyklushälfte durchzuführen
(um Veränderungen durch hormonelle Schwankungen und eine mögliche Schwangerschaft zu minimieren).
Vorbereitung am Untersuchungstag
Bitte beachten Sie am Tag der Untersuchung:
Keine Verwendung von Deodorant, Puder, Cremes oder Körperlotionen im Brust- und Achselbereich.
Diese können Kalkpartikel enthalten, die auf den Bildern falsch-positive Befunde vortäuschen können.
Bitte mitbringen zum Termin
Überweisungsschein Ihres Arztes
Chipkarte der Krankenversicherung
Allergiepass
Röntgenpass (falls vorhanden)
Lesebrille (falls benötigt)
Falls vorhanden: Befunde und Aufnahmen von Voruntersuchungen der betroffenen Brustregion, die nicht in unserer Praxis durchgeführt wurden – dies erleichtert den Befundvergleich und verkürzt die Diagnosezeit.
Digitale Mammografie – Moderne Technik für beste Bildqualität
Wir führen die Mammografie mit digitalen Geräten durch, die eine besonders hohe Bildqualität ermöglichen.
Statt herkömmlicher Röntgenfilme kommt ein spezieller Bilddetektor zum Einsatz. Dieser erfasst die Bilddaten und berechnet das Mammografiebild digital in einem Computer.
Unsere Praxis setzt diese moderne Methode bereits seit 2009 ein.
Vorteile der digitalen Mammografie gegenüber der klassischen Film-Folien-Technik:
Bessere Kontrastauflösung – feinere Gewebedetails sind sichtbar
Konstant hohe Bildqualität – weniger Wiederholungen nötig
Digitale Nachbearbeitung durch den Arzt am Bildschirm möglich
Geringere Strahlenbelastung für Sie als Patientin
Qualitätssicherung
Zur Gewährleistung höchster Bildqualität und Einhaltung der Strahlenschutzvorschriften führen wir regelmäßige Kontrollen durch:
tägliche, monatliche und jährliche Konstanzprüfungen der Geräte
so sichern wir eine kontinuierlich zuverlässige Diagnostik